Workshop zum Offenen Antifaschistischen Treffen

Am 27.06. schließt ein Workshop ans OAT an: Es geht um Prozessbegleitung als antifaschistische Praxis.

Toll wäre, wenn wir aus dem Wissens- und Erfahrungsaustausch Skills und Schwung mitnehmen, um künftig in Erfurt und Thüringen Gerichtsprozesse (besser) antifaschistisch zu beobachten, begleiten, dokumentieren. Teilt die Einladung mit Genoss*innen!

🛠️ Im praxisorientierten Workshop sprechen wir ausführlich über Fragen wie:

  • Was meint rechter Terror im Kontext von Gerichtsprozessen?
  • Wie können solidarische Strukturen solche Prozesse begleiten?
  • Welche Aufgaben gibt es?
  • Wie lässt sich eine Prozessdokumentation realisieren?
  • Wie können Betroffene bestmöglich durch solidarische Strukturen unterstützt werden?

💌 Um grob einzuschätzen, wie viele wir werden: Schreibt uns gerne eine Nachricht oder E-Mail, wenn ihr zum Workshop kommt. Danke!

⏰ Zeit: 27.06. 11 bis ca. 16 Uhr, mit ausgiebiger Pause.
📍Ort: Naturfreundehaus “Charlotte Eisenblätter”, Johannesstraße 127

48. Offenes Antifaschistisches Treffen

OAT am 26.06.2026 um 19 Uhr im Queeren Zentrum Erfurt

❤️🖤🔎 WIR STEHEN DAS ZUSAMMEN DURCH! Antifaschistische Prozessbegleitung

In Thüringen finden immer wieder größere Prozesse gegen extrem rechte Strukturen statt – z.B. der Ballstädt-Prozess, der Prozess gegen die Neonazis von Knockout51 oder auch der aktuell in der zweiten Runde laufende Fretterode-Prozess. In zahlreichen Gerichtsprozessen sagen Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt aus und sind teils vertreten durch die Nebenklage im Verfahren.

Was bedeutet im Angesicht von rechtem Terror und Gewalt eine antifaschistische, solidarische Prozessbeobachtung? Warum brauchen wir sie?

Wir sprechen über lokale Beispiele und fragen: Wie schaffen wir unsere eigene Gegenöffentlichkeit? Wie sichern wir Bewegungswissen?

Antifaschistische Prozessbegleitung heißt: Kein Vergeben, kein Vergessen!

📎❣️ Am 27.06. um 11 Uhr gibt es einen praxisorienten Anschluss-Workshop zu antifaschistischer Prozessbegleitung.
Ort folgt!

47. Offenes Antifaschistisches Treffen

Diskussion „ANTIFASCHISTISCHER SELBSTSCHUTZ – Wie können wir kollektiven Selbstschutz gemeinsam antipatriarchal und solidarisch organisieren?“


📍Ort: Veto, Magdeburger Allee 180, Erfurt
⏰ Tag & Uhrzeit: ACHTUNG – AUSNAHME: ⚠️ SAMSTAG, 30.05.26, 14 Uhr🔥Warum die Ausnahme: Demo gegen den Burschenschafts-Tag in Eisenach – kommt mit: Fr., 29.05., 19 Uhr am Markt in Eisenach!

Faschistische Angriffe mehren sich und machen linken Schutz für Veranstaltungen, Räume, Demoanreisen oder einfach uns selbst immer notwendiger. Doch wie kann kollektiver Selbstschutz aussehen? Wer macht den eigentlich, was brauchen wir, um ihn gemeinsam zu organisieren und welche Fallstricke gibt es dabei?

Genoss*innen der Berliner Schutzvernetzung haben „Thesen zu Antifaschistischem Schutz“ (https://de.indymedia.org/node/501939) formuliert. Sie sagen, dem müssen wir uns als Bewegung widmen. Dafür müssen wir Unsicherheiten besprechen, Hürden und Wissenshierarchien abbauen und Erfahrungen und Kompetenzen teilen.

👉 Ziel der praktisch orientierten Debatte soll sein, konkrete Ideen für die aktuelle Situation mitzunehmen, mehr Menschen zu Schutz zu befähigen und einen gemeinsamen Ansatz abseits mackeriger Secuvibes zu finden.

✊ Kommt vorbei, bringt eure Bezugi mit und lasst uns diskutieren!

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Den Burschentag zum Desaster machen!


👉 Und dafür: Gemeinsame Zug-Anreise aus Erfurt 🔥
📍Treffpunkt: 17.45 Uhr am Willy-Brandt-Platz (Parkhaus-Eingang)
🚂: Zug: 18 Uhr, Gleis 3a, RB 20 nach Eisenach

Ende Mai treffen sich in Eisenach wieder Burschen der ‘Deutschen Burschenschaft’ zum sogenannten „Burschentag“. Was nach harmloser Tradition klingt, ist in Wahrheit für viele alles andere als das: Große Teile dieser Szene stehen für ein Weltbild, das auf Ausgrenzung, Nationalismus und extrem rechtem Gedankengut basiert.

Jedes Jahr versammeln sich hunderte deutschsprachige Burschenschafter aus mehreren Ländern in Eisenach, um ihrem Braunbuxentum Ausdruck zu verleihen.
Ob Rassismus, Sexismus, über ausschweifende Saufgelage bis hin zu Hitlergrüßen – die Deutsche Burschenschaft schämt sich für nichts, schon gar nicht für ihre Vergangenheit.
Doch auch gegenwärtig liest man immer häufiger von Burschen, die wegen Körperverletzungen vor Gericht stehen. Verteidigt werden sie aus den eigenen Reihen, denn der Lebensbund bietet ihnen viele Karrieremöglichkeiten. Sei es am Gericht, in der Politik oder in der politischen Bildung.

Besonders beunruhigend: auch in diesem Jahr ist wieder ein Fackelzug durch die Stadt geplant. Diese Inszenierungen sind kein folkloristischer Zufall, sondern bewusste Machtdemonstrationen. Sie erzeugen ein Klima der Einschüchterung – für alle, die nicht in dieses rückwärtsgewandte Weltbild passen.
Das betrifft uns alle ✊!


👉 Deshalb: Lasst uns den Burschen ordentlich das Bier versalzen und am 29.05.2026 als Gruppe nach Eisenach fahren! Zusammen unterstützen wir unsere Genoss*innen bei ihrem Protest 🔥!
Alerta ❤️‍🔥!

46. Offenes Antifaschistisches Treffen

Film „POLIZEIGEWALT: KEIN FREUND, KEIN HELFER – LORENZ UND DIE EINZELFÄLLE“

📍 Wo: Allerheiligenstraße 9, Offene Arbeit Erfurt
⏰ Wann: 24.04.2026 ab 19 Uhr

Wir alle können betroffen sein von Polizeigewalt, egal ob auf einer Demo oder bei unverhältnismäßigen Kontrollen. Aber
besonders betroffen von Polizeigewalt sind migrantisierte Personen, wohnungslose Menschen und Personen in psychischen Ausnahmesituationen.

Die Polizei übernimmt Aufgaben, für die sie weder ausreichend ausgebildet noch strukturell geeignet ist und tötet dabei Menschen. 17 Menschen wurden allein 2025 durch Polizeischüsse getötet.

Dieser Institution werden momentan immer mehr Rechte zugesprochen. Die Polizeigewalt bleibt dabei fast immer ungeahndet und hat ein System erschaffen, in dem sich Täter gegenseitig schützen und Aufklärung aktiv vermieden wird. Zwar wird häufig von Einzelfällen geredet, aber Rassismus ist ein strukturelles Problem – nicht nur in der Gesellschaft, sondern und insbesondere bei der Polizei.

Die Doku beleuchtet die Fälle von Lorenz, der am 20.04.2025 in Oldenburg ermordet wurde, sowie von Qosay, Lamin, Mohammed, Aman und Kamal die ebenfalls durch Polizeischüsse getötet wurden.

Es stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen schützt? Daher wollen wir uns gemeinsam mit euch die Doku anschauen und danach eine Raum für Austausch bieten.

Kommt und bringt eure friends mit!

45. Offenes Antifaschistisches Treffen

“Let’s be careful with each other, so we can be dangerous together” – Ein Bezugsgruppen-ABC von Aufbau bis Ziviler Ungehorsam


📌 Offene Arbeit, Allerheiligenstraße 9
🕒 27.03.26, 19 Uhr

“Toast! Igel! Suppengrün! ” Wenn auf Demo solche Rufe erklingen, dann ist das kein Dadaismus, sondern der Ruf nach der Bezugsgruppe. Aber was bedeutet es, eine Bezugsgruppe zu sein? Was sind die Potenziale dieser Form der Organisierung? Wie bauen wir Bezugsgruppen auf und wie kommunizieren wir darin miteinander? Und wie finden wir gemeinsam als Gruppe eine Entscheidung – gerade auch, wenn es stressig wird?

Nicht nur für den anstehenden Bundesparteitag der AfD in Erfurt ist die Beantwortung dieser Fragen relevant. Angesichts einer zunehmenden Härte und Kälte gegen Geflüchtete, Erwerbslose und Aktivist*innen und der Infragestellung von Errungenschaften sozialer und politischer Bewegungen, wird sich uns immer wieder die Frage stellen, wie wir uns gegen diese rechten (Kultur-)kämpfe wehren können. Eine kleine Zelle des Widerstands gegen diese Zumutung ist die Bezugsgruppe: Im Idealfall die solidarische Struktur, von der aus wir politisch agieren und die uns auffängt, wenn es hart auf hart kommt.

Unsere Referentin hat sich intensiv mit dem Thema Bezugsgruppen beschäftigt und teilt in ihrem Vortrag ihre Erkenntnisse auf die obigen Fragen mit uns. Im Anschluss wird es noch Raum für Fragen und Diskussionen geben.

Bildet Banden, kommt vorbei!